Leitung: Walter Kissling
Die Dirndln (Kornelkirschen) wären zwar reif gewesen, aber die Bäume, die sie getragen haben, standen hinter dem Weidezaun und jene, die davor standen, waren schon abgeräumt. Das Gelände wurde, anders als noch im Vorjahr, einer großflächigen ‚Weidebezaunung‘ von ca. 38ha unterworfen. Eine Beweidung ist zwar zu begrüßen, weil sie die Verbuschung des Hundsheimer Berges verhindert und die Trockenrasengesellschaft erhält. Früher wurden die Zäune allerdings je nach Abweidung händisch versetzt, was man sich jetzt erspart. Der Weg hinauf zum Fliegerdenkmal wurde verlegt; er geht nun nicht mehr vom Roten Kreuz weg, sondern zweigt schon 300m vorher links ab. Was einen allerdings nicht hindern sollte, den von Linden umstandenen Rastplatz, wo auch ein Trinkbrunnen steht, aufzusuchen und dann das Stückl zurückzugehen. Dass der Weg bis nach dem Gipfel entlang von Weidezäunen führt, ist unerfreulich. Sogar jener Weg, der 200m nach der Hütte östlich über Wiesen hinunter zum Sportplatz von Hundsheim führt, ist gesperrt und die Wegtafel entfernt. Offenbar wird er dennoch begangen, weil der Weidezaun niedergetrampelt ist; die jüngste ÖK präsentiert den Weg als markiert. Der am Aufstieg liegende Schleichweg zu den Schwertlilienplätzen (Achtung, 4. Mai!) ist für vorsichtige Naturfreunde begehbar. Das allein, sowie der Blick vom Fliegerdenkmal zum Neusiedlersee, die Herde brauner Schafe, dichtgedrängt im Baumschatten, oben die tolle Aussicht auf Donau und Auen, und im Frühjahr die Lerchensporn-Wiesen im Wald… machen die Tour dennoch lohnend. Wir gingen durch schönen Wald nach Hainburg hinunter, wo wir im Goldenen Anker direkt an der Donau in der Sonne saßen und auf den Apfelstrudel gewartet haben.
Walter Kissling