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Hohe Wand - Völlerin

Sonntag, 30. Mai 2021
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So war es angekündigt. Doch nachts: Regen. Auf den Straßen die Pfützen. Die Krumme Ries waschelnass. Keine guten Verhältnisse auf dem ausgesetzten Steig. Es ist das zweite Mal, dass wir bei der Krummen Ries wetterbedingt umdisponieren müssen: Wir 8 gehen die Völlerin hinauf. Der Name des 1897 hergestellten (touristischen) Steiges? Völlern, unmäßig essen und trinken? Er bleibt unklar. Die „wilden Frauen“ von der nahen Frauenlucke hätten sich der Völlerei hingegeben, aus Ärger, weil die Halterbuben von der Hohen Wand mit dem Peitschenschnalzen nicht aufgehört hätten. Die nüchternere Version: Der Steig habe früher Wöllerin geheißen und verweise auf ansäßige Familien namens „Wöller“ und „Weller“. (Karl Flanner1991, S. 80) Es gibt eine Wellerhöhle, die vom Wandfußsteig aus zugänglich und im Netz beschrieben ist. Wir jedoch haben in Maiersdorf nicht „gevöllert“, trotzdem war der Anstieg ein bissl anstrengend, landschaftlich aber schön, unter dem überhängenden Felsen hindurch und besonders dort, wo er frei und versichert die Wand entlangführt und Ausblicke bietet. Auf die Hochfläche kommen wir bei der Startwiese der Paragleiter (keiner da) und rasten auf den geschwungenen Holzliegen beim Sky Walk. Weiterweg zum Gasthaus Luf, mit Abstecher: Wir besichtigen jene Stelle, wo die Krumme Ries ihren Ausstieg beim Kreuz auf dem Hochkogel hat; spielen „Hase und Igel“ und sind, als Igel, „schon oben“. Mit uns ein verirrtes Schaf, treibt sich herum, beglotzt uns und verschwindet erstaunlich gemsengleich im Steilhang. Einkehr beim Luf, Abstieg über den – der Name gibt hier kein Rätsel auf – Straßenbahnersteig, errichtet von der Straßenbahnergruppe der Hernalser Naturfreunde als direkter Zugang zu ihrem 1931 eröffneten aus Holz gebauten Hochkogelhaus. Ganz unten dann ein bissl Regen. 2 Teilnehmerinnen haben ihre Autos in Maiersdorf stehen; damit wir nicht auf den Bus warten müssen, bringen sie uns zum Bahnhof in Winzendorf, danke. – „Aber die Krumme Ries bleibt schon am Programm?“ wird gefragt. Ja, bleibt sie: das Datum könnt Ihr in dieser Ausgabe der „Nachrichten“ nachlesen.

Walter Kissling

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