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Rax, Preinerwandsteig

Donnerstag, 11. Juni 2020 Fronleichnam
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Am Mittwoch noch Regen, aber schon gute Aussichten für den folgenden Fronleichnamstag.  Und dann tatsächlich: blauer Himmel – schon wieder! Falls da irgendwo mein Gut-Wetter-Kontingent verwaltet wird – hoffentlich habe ich es nicht bald ausgereizt. 13 Naturfreundinnen und –freunde machen sich auf den Weg. Die 1. Etappe von der Bushaltestelle zum Griesleitenhof, die 2. zu den Wegweisern Richtung Holzknechtsteig und Richtung Preinerwandsteig, die 3. zum Bachingerbründl. Das waren auch gute Orte des Zusammenwartens. Während das Bründl oft trocken liegt, jetzt schüttete es regenbedingt kräftig aus. Am Rand einer Schutthalde und entlang der Latschen geht es hinauf, die Markierungen sind dicht; weiter über felsige und steile Schrofen, die Hände hilfreich, alle haben jetzt Helme aufsetzt, zu einem Rastplatz. Harold ‚läuft’ und wartet solidarisch in Sichtweite. Einige Stellen mit Drahtseil gesichert (einmal aufgespleißt), das meiste der 1050 Hm abgearbeitet, unter der Preinerwand mehr querend als aufsteigend hinüber. Gute Übung, auch in solchem Gelände aufrecht zu gehen, anstatt immer auf die Hangseite zu greifen. Vor uns plötzlich aufziehender Nebel. Ingrid verliert die Schuhsohle; denkt sich die zweite Sohle: „warum soll ich alleine weiterlatschen?“ Gibt nach einer halben Stunde ebenfalls den Geist auf. Mit einem Messer wird die an der Schuhspitze noch baumelnde Sohle heruntergeschnitten; die scharfen Steine würden alles Bindezeug in Kürze zerschneiden. Der Nebel verzieht sich, wieder blau, alle erreichen das Kreuz auf der Preinerwand. Auch der Wadenkrampf, der sich bei mir angekündigt hatte (und mich in scheinheiliger Fürsorglichkeit zu den Langsamgeherinnen verschlagen hat), hat sich nun getrollt. Aurikel und Wundklee machen auf Wiesen gelbe Symphonie. Beim Ausstieg des Haidsteigs begegnen wir einem jungen Paar. „Wie wars?“ „Eine feuchte Stelle war mies.“ Einkehr bei der Seehütte, Abstieg über Göbel-Kühn-Steig, narzissenblütige Anemonen, Blick auf die Preinerwand. Ohne Schuhsohlen: vorsichtig über feuchte Steine. Das Waxriegelhaus war um diese Zeit schon fast leer; nein, der Wirt hat leider kein ausrangiertes Paar Bergschuhe übrig. Einen romantischen Weg hinunter zur Helenenquelle, weiter zum Preiner Gscheid. Kaum Menschen dort. Getränkekonsum in der Edelweißhütte. Franz rät zu mehr Salz gegen Wadenkrampf, Milica macht mit uns Dehnübungen, der Bus kommt um 18:02 Uhr.

Walter Kissling

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