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Hoher Hengst (1450m) – Trabant des Schneebergs

Sonntag, 10. Mai 2020
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Gut zwei Monate haben coronabedingt keine Vereinswanderungen stattgefunden, 15 angekündigte Wanderungen sind in dieser Zeit entfallen. Zwei Tage vor den Ausgangsbeschränkungen hatte noch am 14. März die letzte Wanderung auf den Marzerkogel geführt. Nun, nach den Lockerungen, ging am 10. Mai die erste Währinger Wanderung auf den Hengst. Pardon: „Hoher Hengst“, darauf besteht der oft Übersehene. Im Winter sind wir bereits über den Großen Sattel des Hengstes gegangen, diesmal ging es ganz hinauf auf 1450m. Es war Muttertag, und dem entsprechend waren wir nur zu Fünft. Das erleichterte das Abstandhalten schon beim Zusammentreffen am Bahnhof Meidling. Was ich oft beobachte: Im ‚Handlungsvollzug’ vergisst man leicht darauf. Wir stehen also am Bahnhof, und plötzlich wird unser Zug um 8:37 Uhr als „ausgefallen“ angekündigt. Späterer Zug also, der aber in Wr. Neustadt keinen Anschluss nach Puchberg hat. Glück im Unglück: Taxi Fohringer (Empfehlung!) holt uns von Wr. Neustadt und bringt uns ins Schneebergdörfl; 5 Personen ist die im Taxibus coronabedingt zulässige Fahrgast-Höchstzahl; ging sich aus. Start im Schneebergdörfl. Nach längerer ‚Wanderlatenz’ ist die Forststraße mit ihrem gleichförmigen Anstieg ideal zur Bewältigung der 750 Hm. Dabei erleben wir, wie mit zunehmender Höhe die Entwicklung der Vegetation zurückging. Waren am Anfang die Nadelbüschel der Lärchen schon 1 cm lang, lugen sie oben noch kaum heraus. Meine Ankündigung eines „almwiesigen Gipfels“ bestätigte sich nicht wirklich; nur der kleine bayerische Enzian ist heraußen, sonst prägte Kargheit die Gipfelwiesen. Außer uns keine Wanderer unterwegs. An der Südseite des Gipfels halten wir windgeschützt und sonnbeschienen Jausenrast und sehen zum Krummbachstein und zur Bodenwiese. Ein alter und naturnaher Wirtschaftsweg führt uns mit Blick auf Rohrbach im Graben und den angelegten See mit den vielen sogenannten „Schneeberg-Chalets“ (eigenes Thema) hinunter zur Forststraße, die von Baumgartner zur noch geschlossenen Hengsthütte führt. Den Waldweg geht es hinunter nach Puchberg. Um den Teich herum ist viel Nachmittagsbetrieb, viele Familien, Kinder, Wanderer, die auf den Zug warteten. Eine einzelne Person würde genügen, Würstel, Falafel, Eis, Vorbereitetes zum Abholen anzubieten – rundum hatte die klagende Gastronomie geschlossen.

Walter Kissling

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