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Durch die „Krumme Ries“ auf die Hohe Wand

Sonntag, 18. Oktober 2020
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Donnerstag, Freitag, Samstag: Regen. Schrofiges Gelände der Krummen Ries: Nass und rutschig. Routenänderung: Straßenbahnersteig auf die Hohe Wand. Auch schön, und gar nicht langweilig; errichtet 1931 von der Sektion „Straßenbahner“ der Naturfreunde Wien-Hernals, als direkter Zugang zu ihrem in Blockweise errichteten Hochkogelhaus. Oben vorbei am Gasthaus Luf nach Nordosten leicht absteigend zum Kreuz, das am Ausstieg der Krummen Ries steht und vom Tal aus sichtbar ist. Dort in der Sonne Jausenpause. Wir sind 11. Lautlos im Gänsemarsch kommen 5 Gämsen auf dem Krumme-Ries-Steig herauf, posieren einzeln auf dem Felsen, schauen uns beim Essen zu, lange; und verschwinden lautlos. Unser Abstieg durch den Leitergraben, bei nassem Weg: unfreundlich. Plötzlich hell: Ping, pong, kling, krrr -  wir hören den Steinschlag kommen, drücken uns an die Felswand, die neben dem Steig aufsteigt. Den Rucksack bringen wir nicht mehr über den Kopf. Die Steine sind klein, aber schnell; springen über uns hinweg. Gut gegangen. Nur Helgas Hand, im Handschuh, hat eine kleine Hautschramme. Ob der Steinschlag durch Regen der vorangehenden Tage, durch Gämsen oder Menschen ausgelöst wurde, wissen wir nicht. Hinaus aus dem felsigen Graben und entspannt durch Föhrenwälder. In Maiersdorf auf der Straße liegen hunderte von Nüssen, niemand sammelt sie, einige treten wir auf, holen mit schwarzen Fingern die Kerne heraus.

Versprochen: Im Mai/Juni, wenn’s blüht, holen wir die Krumme Ries nach; glücklichere und längere Abstiegsvarianten („wir hätten noch Zeit, es ist erst 14 Uhr“) überlege ich mir.

Literaturtipp (nur in Bibliotheken): Karl Flanner, Die Hohe Wand. Menschen, Arbeit, Tourismus. Wr. Neustadt, 1991. Walter Kissling

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