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Von Schwarzau zum Raxkönig

Samstag, 26. Oktober 2019
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Schöner wird’s nicht mehr, dachten sich wohl die 28 Naturfreunde bei dem herrlichen Herbstwetter (was die 2 Hunde sich dachten, wissen wir nicht – äh, schon wieder latschen? Oder super, Laubschnüffeln und 28 Menschen beim Jausnen anschnorren!). Zunächst aber Busfahrt durchs herbstliche Höllental. In der Nähe der Raxseilbahn und um das Weichtalhaus herum hätte nicht einmal der Mini einer Maus noch einen Parkplatz gefunden. Vor Schwarzau, bei der Rödner-Brücke, ließ uns der Fahrer aussteigen; dort beginnt das asphaltierte Sträßchen ins Preintal (nicht zu verwechseln mit dem Tal, in dem die Orte Edlach und Prein liegen). Linksgehen ist Standard, einige versuchen es mit rechts, was auch beim Straßengehen ziemlich blöd werden kann. Die 200 Hm waren bald absolviert, dank der Schlussleuten B. und E. am Ende der langen Kolonne. Beim Mitterhofer, einem Bauern, bei dem man auch übernachten kann, ging es hinunter in die Preinleiten. Vor allem im 19. Jhd.  hatten dort viele Holzarbeiter und Köhler gearbeitet, von ihren Hütten steht heute fast keine mehr. Was für ein Kontrast zur überlaufenen Rax – bloß ein Stück weiter, und auf der ganzen Route sind wir die einzigen Wanderer. Neben bzw. über dem Preinbach ging es einsam dahin, bis wir beim Reithof in Naßwald herauskamen und in 10 Minuten beim Raxkönig waren. So – und jetzt hatten wir noch 2 Stunden Zeit, bis der Bus von Hinternaßwald kam. Die Optionen: Wem‘s reicht, der feiert Einkehr beim Raxkönig bzw. kann sich im kleinen, geöffneten Hubmer-Museum umschauen; und wer sich bewegen will, geht mit mir auf die Wallneralm. Flotten Schrittes gingen wir 11 weit darüber hinaus, weil wir nicht dachten, dass die beiden idyllisch auf einer Wiese gelegenen Hütten schon die Wallneralm wären. Doch H. und H. hatten den richtigen Riecher: sie legten sich in der warmen Sonne auf die Wiese und genossen, wie sie sagten, „das letzte Almschläfchen des heurigen Jahres“. In Naßwald guckten wir noch in die Kirche: Aber sie, die Volksschule, die protestantischen Forstarbeiter und die Wege, auf denen das Holz aus Naßwald nach Wien kam, wären eine eigene Geschichte.

Walter Kissling

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