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Jakobsweg Weinviertel

Samstag, 28. April 2018

1. Etappe: Drasenhofen - Poysdorf, 17 Km

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Das Taxi brachte uns vom Bahnhof Laa/Thaya zur Pfarrkirche Drasenhofen, wo wir mit dem Jakobsweg Weinviertel starteten und uns auch gleich den ersten Stempel abholen konnten. Bei strahlendem Sonnenschein wanderten wir, vorbei an den gelb blühenden Rapsfeldern und Weingärten, entlang der Straße und erreichten bald darauf die Kirche in Kleinschweinbarth. Hier hatten wir einen wunderschönen Blick auf das nahegelegene Mikulov. Bei einer kurzen Rast am Kreuzberg in Stützenhofen genossen wir die Sicht auf den ruhigen, verträumten Ort. Im Ort wurden wir von zwei älteren Herren am Straßenrand mit kritischem Blick beobachtet, und erst als sie Rudi sahen, meinten sie lächelnd „Ihr habt ja eh den Jakob mit!“ Wir folgten weiter dem sehr gut markierten Jakobsweg, der uns durch Weingärten und entlang dem Weinlehrpfad Falkenstein direkt nach Falkenstein führte. Kurz vor dem Kreuzberg wurden bei einer Rast die Blasen auf den Zehen frisch verpflastert. Bei einem kurzen Abstecher auf den Kreuzberg bewunderten wir den Ausblick auf die sanft hügelige Landschaft mit der Ruine Falkenstein. Über die Lourdesgrotte mit der Bründlquelle gelangten wir in die „Oagossen“, der Falkensteiner Kellergasse und beim Gasthaus Siebenschläfer wurde eingekehrt. Nach einer gemütliche Rast mit Speis‘ und Trank verließen wir die idyllische Kellergasse und pilgerten durch den schattigen Wald weiter nach Poysdorf. Über die mit Akazien überwachsenen Hohwegkellergasse gelangten wir zum Kolpinghaus in Poysdorf, wo wir die Nacht verbrachten. Hier meldete sich Kurt telefonisch für einen kurzen Besuch beim Heurigen an. Leider musste sich Kathi hier aus gesundheitlichen Gründen von der Gruppe verabschieden und fuhr mit Kurt nach Wien zurück.

Sonntag, 29. April 2018

2. Etappe: Poysdorf - Mistelbach, 16 Km

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Nach einer erholsamen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück starteten wir um 8:15 Uhr zu unserem nächsten Etappenziel: Asparn/Zaya. Wir pilgerten entlang des Poybaches und inmitten eines kleinen Waldes erreichten wir die Wallfahrtskirche Maria Bründl, wo sich hinter der Kirche die Bründlquelle befindet. Durch die idyllischen Bründlauen wanderten wir weiter nach Kleinhadersdorf, hier ließen wir die Florianiprozession vorbei ziehen,  und entlang der bunten Kellergasse „Schnellern“, in der jedes Presshaus in einer anderen Farbe erstrahlte, gelangten wir zum Mistelbacher Wald. Wir genossen die Ruhe im schattigen Wald, lauschten dem Vogelgezwitscher und träumten vom Catering, welches uns das Mittagessen vorbeibringen könnte. Rasch wurden wir von unseren Träumen geweckt und bei einem Forsthaus mit Bänken und Tischen packten wir unser bescheidenes Lunchpaket aus! Kurz vor Mistelbach bot sich die Wallfahrtskirche Maria Rast zu einer kurzen Pause an. Vorher wurden noch am Brunnen die Flaschen mit frischem, kaltem Wasser aufgefüllt und auch Gesicht und Händen tat die Abkühlung gut. In Mistelbach kehrten wir im Eisgeschäft ein und beschlossen hier einstimmig, das Angebot des Abholdienstes vom Quartier in Anspruch zu nehmen. Die Hitze hatte ganz einfach Spuren in der Gruppe hinterlassen und es war auch kein Wald mehr am Weg weiter! Da es in unserem Quartier auch ein Heurigenlokal gab, ließen wir den Abend bei gutem Essen und einem G‘spritzen ausklingen.

Montag, 30. April 2018

3. Etappe: Asparn/Zaya - Großrußbach, 25 Km

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Nach einem gemütlichen und guten Frühstück wurden wir von unserer Wirtin (wir nächtigten abseits des Jakobsweges) mit dem Bus zum Jakobsweg geführt. Wir nutzten die kühlen Temperaturen des Morgens und erreichten bereits kurz nach 10:00 Uhr die Buschberghütte. Hier wurde eine Trinkpause eingelegt, bevor wir über den kahlen Gipfel (hier pfiff uns ordentlich der Wind um die Ohren!) weiter nach Oberleis wanderten. Pünktlich um 12:00 Uhr erreichten wir die Kirche in Oberleis und genügend Bänke luden zur Mittagspause ein. Auch diese Pause wurde wieder zum Erholen der Zehen genutzt. Weiter pilgerten wir durch Felder, Weingärten mit Blick auf den Steinbruch des Kalkwerkes nach Ernstbrunn. Nach einem kurzen Besuch der Pfarrkirche Ernstbrunn kehrten wir im Eissalon ein und erfrischten uns mit leckerem Eis. Ausgeruht und wieder bei Kräften nahmen wir das letzte Stück der Etappe in Angriff. In der Sonne, es gab keinen Wald mehr unterwegs, wanderten wir weiter und geschafft und stolz über unsere Leistung (ca.25 km) kehrten wir gleich einmal beim Wirten im Großrußbach ein. Dort herrschte bereits reges Treiben und lustige Stimmung, denn die Jugendgruppen der benachbarten Orte machten gerade mit dem Maibaum einen Stopp dort. So wurden wir auch gleich von der Jugend mit lobenden Worten für unsere Ausdauer empfangen. Genussvoll zischte das gekühlte Bier die Kehle hinunter und mit gebackenem Spargel bzw. Wiener Schnitzel wurde auch unser Hunger gestillt. Nach dem gemütlichen, lustigen Zusammensitzen schafften wir noch die letzten paar Meter bis zum Quartier, dem Bildungshaus Großrußbach.

Dienstag, 1. Mai 2018

4. Etappe: Großrußbach - Stockerau, 27 Km

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Auch im Bildungshaus Großrußbach nächtigten und frühstückten wir vorzüglich, und um 8:30 Uhr starteten wir unsere letzte Etappe nach Stockerau. Der Weg führte uns nach Weinsteig, wo wir kurz vor dem Ortsbeginn bei dem Rastplatz mit der Jakobsstatue einen kurzen Stopp hatten und auch unsere Flaschen mit Wasser befüllen konnten. Weiter wanderten wir entlang des Karnabrunner Grabens, mit Blick auf die Dreifaltigkeitswallfahrtskirche. Von einer aufmerksamen Einwohnerin in Karnabrunn wurden wir gefragt, ob wir auch genug Wasser mit haben! Nachdem wir den Aufstieg zur Dreifaltigkeitswallfahrtskirche über die vielen Stufen geschafft hatten, gönnten wir uns eine Rast bei der Kirche. Weiter pilgerten wir durch den schattenspendenden Rohrwald und als wir den Wald verließen, sahen wir auch schon die Kapelle am Michelberg. Jetzt wanderten wir nur mehr in der Sonne, mit dem Eindruck, die Kapelle kommt ja kaum etwas näher. Nachdem wir den letzten Aufstieg entlang des Kreuzweges geschafft hatten, waren wir auch bei der Kapelle angelangt und genossen kurz den wunderbaren Ausblick auf die Burg Kreuzenstein und nach Wien. Jetzt war es nicht mehr weit bis zum Gasthaus am Michelberg, wo wir im schattigen Gastgarten unsere Mittagsrast genossen. Gerti ließ sich hier von Bekannten abholen, leider war ihre Motivation hier schon zu Ende! Der Rest der Gruppe (5 Personen) wanderte weiter bis Leitzersdorf, wo wir nach einer kurzen Rast in der Jakobskirche das letzte Stück unserer Pilgerwanderung in Angriff nahmen. In der Zwischenzeit ist auch schon die Sonne tiefer gestanden und so wurde das letzte Teilstück zu einem netten „Abendspaziergang“. Um ca. 19:00 Uhr erreichten wir müde, aber stolz, doch durchgehalten zu haben, den Bahnhof in Stockerau.

Ich möchte mich bei allen TeilnehmerInnen recht herzlich für die netten, harmonischen Tage am Jakobsweg Weinviertel bedanken. Wir haben viel geplaudert, viel gelacht, sind aber auch oft schweigend und nachdenklich nebeneinander bzw. hintereinander gegangen.

Judith Zeinlinger

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