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2-Tages Radtour nach Trnava

Samstag, 15. bis Sonntag, 16.Juli 2017
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Bahn, PKWs und Fähre brachten uns an den Ausgangspunkt unserer Radtour nach Zahorska Ves. Zwischen der March und dem Bergrücken der Kleinen Karpaten radelten wir mit Rückenwind durch die Marchebene und durch die Kleinstadt Malacky nach Solosnica, wo wir von einem Starkregen empfangen wurden. Da es bereits Mittagszeit war, kehrten wir im einzigen Dorfgasthaus ein. Zur großen Enttäuschung wurden an diesem Tag keine Speisen (ausgenommen Chips u. Ähnliches) serviert. Daraufhin verzehrten einige Teilnehmer ihren mitgebrachten Proviant und andere ernährten sich flüssig. Nach 1½ Stunden lichtete sich die Wolkendecke und es wurde weiter geradelt. Nächstes Ziel war Plavecky Mikulas, wo der Aufstieg auf die Karpaten begann. Auf einer Forststrasse, z.T. schiebend, erreichten wir den Höhenrücken. Entschädigt wurden wir mit einer rauschenden Abfahrt auf einer neu asphaltierten Straße bis zur kleinen Ortschaft Jahodnik mit Gasthaus und Campingplatz. Zwei TeilnehmerInnen hatten sich bei der Abfahrt verfahren und mussten durch einen Telefonanruf wieder auf den richtigen Weg gebracht werden. Bis zum Eintreffen der „Verirrten“. wartete und stärkte sich der Rest der Gruppe im Gasthaus.

Da es jetzt nur mehr bergab ging, konnten wir uns bis Trnava hinunterrollen lassen.

Trnava – auch das slowakische Rom genannt – war unser Etappenziel an diesem Tag.

Nach dem Einchecken im Hotel Premier in der Altstadt waren wir bereits hungrig und gingen in ein nahes Lokal in der Fußgängerzone abendessen. Bei freundlicher deutsch-sprechender Bedienung ließen wir bei gutem Essen in großen Portionen den Tag ausklingen.

Gesamtkilometer 77, bei 5 Stunden Fahrzeit.

 

2.Tag:

Nach dem Frühstück unternahmen wir zu Fuß bei wolkenlosem Himmel noch eine Stadtbesichtigung, wobei der Leiter den Fremdenführer spielte und die historischen Baudenkmäler kurz erklärte. Nach dem Besuch einiger Sehenswürdigkeiten – es gibt 13 Kirchen, Rathaus, Stadtturm, Statuengruppe der heil. Dreifaltigkeit sowie ein Kaffeehaus in einer Synagoge – kehrten wir zu unseren Rädern beim Hotel zurück. Nach diesem Kulturausflug bestiegen wir unsere Drahtesel und radelten, diesmal mit leichtem Gegenwind, Richtung Berge. Bevor wir unsere Wadl‘n wieder beanspruchen mussten, entdeckten wir in der Ortschaft Dolany am Fuße der Karpaten ein uriges Biker-Restaurant. Zwischen restaurierten alten Motorrädern, die an der Wand hängen und Motoren, die als Tischfuß umfunktioniert waren u.v.a.m., ließen wir uns slowakische Spezialitäten zu moderaten Preisen schmecken.

Vorbei an einer Quelle und an einem kleinen Teich ging es wieder durch lichten Wald, zum Teil auf einer geschotterten Forststraße, zur höchsten Erhebung unserer Tour – Sklena Huta. Nach einer Trinkpause erwartete uns die letzte Abfahrt auf unbefestigter Straße bis Solosnica, das Dorf mit dem Gasthaus ohne Speisen.

Uns stand noch eine 35 km lange Straßenradtour bis Angern/March bevor. Unsere erste und letzte Pause machten wir nach 25 km im vorletzten Dorf vor der Grenze, in Jakubov. Bei einer Schlusseinkehr im dortigen Dorfgasthaus feierten wir die gelungene, ohne Pannen und Stürze abgelaufene, aber etwas anspruchsvolle Radtour.

Tageskilometer: 73, bei 5 Stunden Fahrzeit

 

Trnava (Dürnau) ist eine sehr alte, geschichtsreiche Stadt und die kleinen Karpaten, die man bei klarer Sicht vom Bisamberg aus erkennen kann, sind eine interessante Gegend, nicht weit von Wien entfernt, touristisch nicht überlaufen, ideal zum Radwandern auf gut beschilderten Radwegen.

Dank an alle Teilnehmer für die harmonisch verlaufene Radtour.

Otto Heinl

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