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Steirischer Mariazellerweg Teil 2

Freitag, 1. bis Sonntag, 3.Juli 2016
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Am 1. Juli startete eine Frauengruppe in Mitterdorf den 2. Teil des steirischen Mariazellerwegs. Im Dorf Veitsch in der Kirche St. Vitus zündeten wir Kerzen an. Von dort ging es zum Pilgerkreuz, das von innen begehbar war und die Schöpfungsgeschichte mittels Bild und Bibelspruch pro Etage darstellte. Oben gab es einen herrlichen Rundblick, leider durch die Absicherung ein bisschen eingeschränkt. Weiter ging es über Almwiesen, durch Gehöfte bis zur Mittagsrast bei der geschlossen Dickhütte. Dort kündigten Wolken schon den Platzregen an, der zum Glück lange, bevor wir die Grundbauernhütte erreichten, niederging. Unterwegs sammelten einige Damen Eierschwammerln und einen Steinpilz. Auf der Alm wurden wir von der Wirtin mit einem extra für uns gebackenen Kuchen begrüßt. Die Hütte liegt auf einer Anhöhe mit einem herrlichen Blick Richtung Rax, Schneealpe und auf die Hohe Veitsch. Ein Erlebnis war das Waschen beim Jungbrunnen gleich neben der Hütte. Die Wirtin kochte für uns die Eierschwammerln. Der Aufenthalt in dieser Hütte war sehr herzlich. Am nächsten Tag wanderten wir über das Plateau der Hohen Veitsch auf den Gipfel. Das Auf und ab dauerte ewig und so erreichten wir um 11:30 Uhr den Gipfel. Unterwegs sahen wir seltene Alpenblumen und machten viele Fotopausen. Nach der Jause am Gipfel ging es einen steilen Weg bergab zur Passhöhe Niederalpl. Dort machten einige Damen eine Kaffeepause und ich ging mit dem Rest weiter.  Es dauerte noch gute 2 Stunden, bis wir die Herrenbodenalm erreichten. Wir waren alle schon müde und einige schon am Limit angekommen. Immerhin waren wir von 8  Uhr morgens bis um 18:30 Uhr abends auf den Beinen. Unterwegs wurden wir zum Glück nur vom Ausläufer des heftigen Gewitters gestreift und hatten für circa 20 Minuten den Regenschutz ausgepackt. Der Dauerregen, der bis nächsten Vormittag anhalten sollte, kam während des Abendessens. Diese Wirtsleute waren unangenehm und ich hatte das Gefühl, wir sind nicht willkommen. Trotz kaltem Essen und mit Schnaps hatten wir es noch sehr lustig. Im Schlafsack liegend hörten wir das Trommeln der Regentropfen auf dem Dach. Ein tolles Gefühl im trockenen zu liegen. Am Sonntag gingen wir mit Verspätung los, vorbei beim blechernen Herrgott über die Almwiesen Richtung Schöneben. Teilweise war es sehr rutschig und der Regen verwandelte den Weg in so manche Sumpflandschaft. Aber wir schafften diese Hindernisse und so trafen wir, über den Kreuzberg kommend, in Mariazell ein. Für mich war es ein bewegendes Erlebnis und mir kamen die Tränen. Wir entledigten uns der Regenbekleidung und gingen zuerst in die Kapelle um Kerzen für die sichere Ankunft zu entzünden. Dann ging es in die Basilika, wo gerade eine Pilgermesse stattfand. Leider konnten wir die Kirche nicht ausgiebig besichtigen, aber ich werde sicher nochmals hinkommen. Essen waren wir gleich neben der Kirche und erreichten den Bus um 16:00 Uhr zurück nach Wien.

Impressionen der Teilnehmerinnen:

Tag 1: Mein schönstes Erlebnis heute!

Nette Gruppe und die Landschaft! Die Orchideen – sehr fantastisch! Aufstieg auf das Pilgerkreuz in Veitsch! Steinpilze gefunden! Panoramablick Grundbauerhütte! Man muss alles ausprobieren – auch Baumharz essen, obwohl es dann  an den Zähnen klebt und grauslich schmeckt! Herrliche Wanderwege und das erste Bier! Nackt waschen am Brunnen im Freien! Auf einer Almhütte bei Sonnenschein und langen Schatten am Abend! Eine Abendwanderung auf schmalem Steig zum Schoberkreuz 1551m – wunderschön.

Tag 2: Welche Wegstrecke hat mir am besten gefallen!

Gipfelkreuz der Hohen Veitsch! Der herrliche Rundumblick von der Hohen Veitsch! Nach etlichen Stunden endlich der ersehnte Kaffee! Guter Kaffee auf der Passhöhe! Die wunderschönen Blumenwiesen! Bunte Schmetterlinge in den Wiesen! Brunnen auf den Wanderwegen, danach Schnaps trinken in der Hütte – lecker! Den steinigen, steilen Veitschabstieg gut überstanden zu haben!

Tag 3: Mariazell!

Wandern im Regen ist super! Der erste Blick auf die Kirche! Erstes Mal in Mariazell – Gänsehaut und Tränen in den Augen – empfehlenswert! Die Begrüßung bei der Kirche in Mariazell mit einem Glockengeläute  war sehr berührend! Wir durften einer Pilgermesse beiwohnen! Schönes, überraschendes Erlebnis war das Anzünden der Kerzen in der getrennten Kerzengrotte, ein überwältigendes Lichtermeer, unglaubliche Hitze durch die vielen Kerzen! Wir sind alle gesund in Mariazell angekommen! Bin sehr dankbar, dass ich Teil dieser Gruppe sein durfte! Ein Bier machte mich glücklich!

Maria Bachmann

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