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Schneeberg für alle!

Sonntag, 8.Mai 2016

Es war eine geschichtsträchtige Wanderung. Schon in der Zugfahrt haben ältere TeilnehmerInnen aus der Geschichte der „Naturfreunde“ erzählt, v.a. über ihre Mitwirkung bei der Gestaltung von Feiern und einer „historischen Wanderung“ aus Anlass des letzten TVN-Gründungsjubiläums. Bei der Schneebergbahn dann waren die Plätze vorsorglich reserviert, der Aufstieg von der Station Baumgartner war problemlos, der Himmel wolkig, der Wind unfreundlich. Wir besuchten das Elisabethkirchlein, 1899 u. folgende zur Erinnerung an die 1898 ermordeten Kaiserin Elisabeth errichtet;  dann das gegenüberliegende „rostige“ Ausstellungsgebäude mit den durchaus sehenswerten Videoshows über die touristische Entwicklung des Schneebergs  – den 1897 fertiggestellten Bahnbau, der Errichtung des Hotels Hochschneeberg durch Helmer u. Fellner (1898) und der notwendig gewordenen schrittweisen Vergrößerung der meist kleinen Schutzhütten. In das (nur innen) noch historisch erhaltene Hotel haben wir hineingeschaut. Die Kaiser Franz Josef Promenade, die vom Hotel zum Ausläufer des Oberen Herminensteiges quert, konnten wir wegen des Schnees nicht begehen; das wäre nicht nur sehr mühsam, sondern auch sehr gefährlich gewesen. Dieser heute schmale Steig war früher eine Promenade mit Geländer; eine Ansichtskarte von ca. 1905 zeigt zwei Damen in langen, städtischen Kleidern  und mit riesigen Hüten, die von der Promenade aus ins Puchberger Tal blicken. Wir gingen am Hauptweg zum Damböckhaus, das wetterbedingt schütter besucht und ohne Warteschlange vor der Küche war; sogar serviert wurde das Essen. Als Rückweg zur Station Baumgartner nahmen wir den Fischersteig, den ich landschaftlich und „gehtechnisch“ für wesentlich schöner als den Emmysteig halte. Beide Steige treffen auf der schönen Wiese zusammen, die oberhalb der Fundamente des ehemaligen Baumgartnerhauses liegt. Ob wir von der Station Baumgartner hinuntergefahren oder -gegangen sind, erinnere ich mich jetzt im Sommer nicht mehr. Jedenfalls sind wir – beim „Schneeberg für alle“ – alle gut in Puchberg angekommen.

Walter Kissling

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