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Wanderwoche im Böhmerwald

Samstag, 22. - Freitag, 28.August 2015

1. Tag: Hintenberg - Alpenblick - Moldaublick - Schöneben (Mittagsrast) - Weg 105 - Stinglfelsen - Holzschlag (Parkplatz Schigebiet Hochficht)

2. Tag: Holzschlag - Hochficht - Gipfel Ge(h)nussweg - Reischlberg - Studnicna - Grenzübergang Plöckensteiner See (Mittagsrast) - Plöckenstein - Dreieckmark - Teufelsschüssel - Oberschwarzenberg

3. Tag: Oberschwarzenberg - Zinngießer - Christian - Einsiedelberg - Hinteranger (Rast) - Rothmühle

4. Tag: Rothmühle - Hinterwald - Bräuerau - Feslhöhe - Kohlstatt - Stift am Grenzbach (Mittag) - Kollerschlägermühle - Kollerschlag

5. Tag: Oberhaag-Schwedenschanzen - Schwarzenbergischer Schwemmkanal - Bayrische Au - Schrollenbach Schleuse (Mittagsrast) - Untergrünwald - Bärenstein - Hintenberg

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Samstag, 22.08.2015

Untergebracht waren wir im Gasthaus "Sonnenhof" im schönen Dorf Hintenberg mit wunderbaren Panoramablick nach Ulrichsberg, nach Schlägl zur Stiftskirche und ins benachbarte Deutschland.

 

Sonntag, 23.08.2015

Unsere  Runde im Böhmerwald begann direkt vor unserer Pension und führte über die beiden Aussichtsplattformen Alpenblick und Moldaublick nach Schöneben. Von der Aussichtsplattform Alpenblick, auf 27 Metern Höhe, genossen wir einen herrlichen Rundblick: Richtung Süden über das Tal der Großen Mühl, das Böhmerwaldmassiv bis weit hinaus in den bayerischen Raum. Bald darauf erreichten wir den nächsten Aussichtspunkt, den Moldaublick, einen alten Ölbohrturm aus Gänserndorf, der uns einen Blick auf den Moldaustausee, einen der größten Stauseen Europas, und nach Tschechien ermöglichte. In Schöneben, dem Langlaufzentrum des Böhmerwaldes, hatten wir unsere Mittagspause. Weiter führte der Weg in der Nähe der tschechischen Grenze zum Stinglfelsen, wo wir die Aussicht genossen und auch unsere Ziele für die nächsten Tage bereits sahen. Ab hier wanderten wir entlang der Schipiste hinunter zur Schlägler Hütte, wo auch schon unser Bus wartete, der uns zurück ins Quartier brachte.

 

Montag, 24.08.2015

Nach dem ausgiebigen Frühstück brachte uns der Bus zum Gasthaus Überleben. Das Gasthaus Überleben liegt einige Höhenmeter über der Schlägler Hütte, von wo wir unsere Rundwanderung mit dem Aufstieg auf den Hochficht fortsetzten. Nach einer kurzen Rast am Gipfel des Hochficht und einer Fotopause beim Gipfelkreuz wanderten wir weiter auf einem schmalen Steig direkt entlang der österreichisch/tschechischen Grenze über die Studnicna bis zur Zollhütte. Entlang des Weges mit Blick nach Tschechien konnten wir die mit Borkenkäfer befallenen und bereits zerstörten Wälder sehen. Bald darauf erreichten wir die Studnicna mit 1160 Hm und nach einer kurzen Gipfelrast wanderten wir auf einem schmalen Steig steil bergab zur Zollhütte. Da wir großteils tagsüber Selbstversorger waren, wurden hier genüsslich die beim Frühstück mitgenommenen Lunchpakete verspeist. Nach der gemütlichen Rast teilte sich die Gruppe: ein Teil wählte den gemütlichen Weg zurück nach Holzschlag und mit dem Taxi ins Quartier, der Rest bestieg den Plöckenstein. Steil und abwechslungsreich über riesige Granitplatten gestaltete sich der Aufstieg, die Pausen zwischendurch wurden mit tollen Blicken ins Tal belohnt. Nach einer ausgiebigen Rast beim Gipfelkreuz wanderten wir wieder vorbei an den zerstörten Wäldern entlang der tschechisch/österreichischen Grenze zur Dreieckmark, wo Deutschland, Tschechien und Österreich zusammentreffen! Über den Hufberg (Grenzweg Deutschland/Österreich) erreichten wir bald darauf die beeindruckende Felsenburg mit den Teufelsschüsseln. Diese schüsselartigen Vertiefungen konnte man beim Hinaufklettern deutlich erkennen. Der Sage nach trafen sich hier Teufel und Hexen bei Vollmond und machten Zaubereien gräulichster Art! Von hier aus war es nicht mehr weit nach Oberschwarzenberg, von wo wir mit dem Bus ins Quartier zurückgebracht wurden.

 

Dienstag 25. 08.2015

Nach zwei wunderschönen warmen Tagen mit viel Sonne folgte heute ein leicht verregneter, bewölkter und kühler Tag. Ausgangspunkt unserer 3. Etappe war Oberschwarzenberg. Wie jeden Tag wurden wir auch heute wieder mit dem Bus zu unserem Ausgangspunkt  gebracht.  Entlang des Dreiländerweges, vorbei beim Campingplatz erreichten wir das Anwesen Christian, ein sehr nett renoviertes Bauernhaus. Nach einer kurzen Mittagspause wanderten wir weiter und über den Einsiedelberg und Hinteranger erreichten wir die Rothmühle. Beim Grenzübergang wartete der Bus auf uns und am frühen Nachmittag kehrten wir in unser Quartier zurück. Für den Rest des Tages hatten wir „frei“ und viele nutzten die Gelegenheit für einen Spaziergang nach Ulrichsberg, oder eine Fahrt zum Stift Schlägl. Das Abendessen stand unter dem Motto „Mühlviertler  Abend“, wo ordentlich zugelangt wurde!

 

Mittwoch 26.08.2015

Wie jeden Tag, so auch heute wieder, brachte uns der Bus in die Nähe der Rothmühle. Bei Sonnenschein starteten wir unsere 4. Etappe und über den Hinterwald und die Bräuerau erreichten wir die Feslhöhe. Auf dieser Anhöhe hatten wir ein tolles Panorama mit Blick auf den Plöckenstein, Zwieselberg, Hochficht und ins benachbarte Deutschland. Beim Fischteich am Finsterbach verloren wir kurz die Markierung, dank Navi brachte uns Kurt rasch wieder auf den richtigen Weg und bald darauf waren wir in Kohlstatt. Da das Gasthaus Urlaub hatte, benutzten wir die Bänke und Tisch und konnten eine sehr entspannte Mittagspause in der Sonne genießen. Weiter wanderten wir über Heinrichsberg und kamen in den ruhigen beschaulichen Ort Stift am Grenzbach. Durstig stürmten wir dort das einzig offene Gasthaus, aber außer Getränken und Würsteln gab es nichts, da die Chefin nicht im Haus war. Na gut, ohne Chefin geht also nichts mehr! Der Rückweg führte uns über den Spielberg zur Kollerschlägermühle und weiter nach Kollerschlag. Ein wenig geschafft von der etwas längeren Tour bestiegen wir wieder den Bus, welcher uns ins Quartier zurückbrachte.

 

Donnerstag, 27.8.2015

Zum letzten Mal brachte uns der nette Chauffeur, er hatte immer zur Begrüßung einen kurzen Scherz parat, nach Oberhaag-Schwedenschanzen. Entlang des Waldsteiges erreichten wir bald den Schwarzenbergischen Schwemmkanal, beim Igelbach, und somit auch die Grenze zu Tschechien. Hier legten wir eine kurze Rast ein und konnten die Infotafeln über den Schwemmkanal lesen. Gemütlich wanderten wir weiter bis zur Abzweigung zum Prügelweg. Der Prügelweg führte durch die sumpfige Torfau, teilweise auf Holzbrettern, zum Teil auch schon recht abgenützt und wackelig. Der Rastplatz in der Bayrischen Au mit Blick auf die Brücke über den Moldaustausee wurde für eine Pause genutzt, weiter auf dem Waldsteig ging es durch die sumpfige Torf- und Moosau zur Schrollenbach Schleuse. Der gemütliche Rastplatz wurde für die Mittagspause von unserer Gruppe komplett in Beschlag genommen. Die vielen Radfahrer, die hier auch eine Rast halten wollten, waren von den vielen WandererInnen überrascht und fuhren weiter.

Gestärkt setzten wir unsere Wanderung Richtung Grünwald fort und erreichten bald den gemütlichen Anstieg auf den Bärenstein. Ein Teil der Gruppe verzichtete auf den Anstieg und entschieden sich für den gemütlichen Weg nach Grünwald, zum Gasthaus Panyhaus, Hier ließen sie sich vom Haustaxi abholen. Der Rest bestieg den Bärenstein und wurde mit einem herrlichen Panoramablick belohnt. Auf den trittfesten Granitblöcken stiegen wir bis zum Gipfelkreuz hinauf und dies wurde auf einem Foto festgehalten. Am Rückweg vom Bärenstein über Sonnleiten nach Hintenberg wurde dann die Ausdauer gefordert, hatten wir doch an diesem Tag an die 22 km Fußmarsch zurückgelegt.

Nach dem gemeinsamen Abendessen bedankte sich die Gruppe bei Kurt für die ausgezeichnete Organisation und wurde mit dem süßen „Gipfelstürmerherz“ aus Lebkuchen ausgezeichnet.

Judith Zeinlinger

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