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Umrundung Losenheim

Sonntag, 8.November 2015

Was für ein strahlender Novembertag! 28 Wanderinnen und Wanderer – neben den Währingern auch Mitglieder von 7 anderen Gruppen – verlockte er zur Losenheim-Umrundung, in Wirklichkeit bloß eine Halbumrundung: Hinter der Talstation des Sesselliftes südlich die Forststraße hinauf, Ausblicke ins Puchberger Becken, steil weiter zum Nördlichen Grafensteig, den wir am östlichen Rand der Breite Ries erreichten. Dort oben hatten die Lärchen schon ihre Nadeln verloren, die unter den Füßen einen hellen Teppich bildeten. In wenigen Minuten zur Ferdinand Bürkle – Rettungshütte, auf deren Terrasse und den Waldbänken wir die Sonne genossen. Bürkle war gegen Ende des 19. Jahrhundert im Schneeberggebiet tätig; heute würde man ihn wohl als Regionalforscher und –entwickler bezeichnen: Lehrer in der 1879 eröffneten (1965 geschlossenen) Volksschule von Schneebergdörfl, Initiative zur Errichtung einer Milchgenossenschaft, Gründer der Bergrettungsstelle Puchberg, Erstbegeher Bürklepfad, Herminensteig. – Wir weiter durch Wald und über viele Wurzeln zur überfüllten Edelweißhütte mit kurzer Einkehr (und „Draußenkehr“ für jene warm Angezogenen, die in der Hütte keinen Platz mehr fanden). Über den Fadensattel, die schon im Schatten liegende Putzwiese und die Dürre Leiten gingen wir hinunter zum Bus. Meine Befürchtung, dass wir mit 29 Personen um einen Sitzplatz im Bus werden kämpfen müssen – wo doch zur selben Zeit auch der Lift seine letzten Fahrten macht - bewahrheitete sich nicht; denn während alles mit Autos fuhr, hatten wir, wie zu Schulausflugs Zeiten, den Bus alleine. Auf der Rückfahrt eine Diskussion darüber, warum bei den Wanderungen so wenige Männer dabei sind.

Walter Kissling

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