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Schneeschuhwanderung

Samstag, 2. bis Sonntag, 3.Februar 2013
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Bei leichtem Regen begann unsere 2-Tages Schneeschuhwanderung vom Bahnhof Mürzzuschlag auf die Pretul mit 17 TeilnehmerInnen. Kurz nach dem Ort konnten wir bereits unsere Schneeschuhe anlegen. Ohne Markierungen ging es über weite Felder und Wiesen zum Hansbauer, wo die Markierung beginnt. Beim Bettelbauer, nach 2½ Stunden Wanderung, machten  wir unsere erste längere Rast. Der Regen war bereits in Schneefall übergegangen. Der weitere Weg führte uns zum Teil auf einer Forststraße durch den Wald immer bergauf zur Schwarzkogel Alm ins freie Gelände, wo starker Wind unseren Aufstieg erschwerte. In weiterer Folge verstärkte sich der Wind zu einem eiskalten orkanartigen Schneesturm.

Einige Teilnehmer wurden sogar zu Boden gedrückt. Wir dachten schon über eine Rückkehr nach. Da der ebene Weg bis zur Schutzhütte durch einen fast durchgehenden Weidezaun abgegrenzt ist, ein Verirren daher nicht möglich war, beschlossen wir, uns doch bis zum Roseggerhaus durchzukämpfen.

Kurz vor dem Ziel, es dämmerte bereits, fiel noch dichter Nebel ein. Aufgrund der extremen Wettersituation rief der Leiter per Handy den Hüttenwirt an und teilte ihm die verspätete Ankunft mit. Gleichzeitig ersuchte er ihn, auf der Nordseite der Hütte eine Beleuchtung einzuschalten. Wir waren nur mehr wenige Schritte von der sicheren Unterkunft entfernt, die wir nach einer sieben Stunden langen  Schneeschuhwanderung erreichten.

Nach einer Regenerierungszeit bei heißem Tee und Suppe wurde es ein gemütlicher Hüttenabend mit viel Gesprächsstoff über unseren Aufstieg, der für einige Teilnehmer bis zur offiziellen Hüttenruhe dauerte.

Am nächsten Morgen, nach einen üppigen Frühstück - es stürmte immer noch - musste eine Entscheidung über die Rückkehr ins Tal getroffen werden. Der Hüttenwirt hat uns  von dem geplanten Abstieg über die Ganzalm aus verschiedenen Gründen - Schneeverwehungen, keine Stangenmarkierung, nicht gespurt - abgeraten. Otto H. entschied daher, über die Südseite auf der sicheren Mautstraße nach Rettenegg abzusteigen und mit Taxis nach Mürzzuschlag zu fahren. Da in der näheren Umgebung der Strom ausgefallen war (auch die Versorgung der Handymasten), musste der Hüttenwirt über diverse Relaisstationen die Fahrzeuge bestellen. Nach ca. 20 Minuten Gehzeit erreichten wir den geschützten Wald und es wurde noch eine schöne Schneeschuhwanderung in Pulverschnee ins Tal, wo die drei Kleinbusse fast gleichzeitig eintrafen.

Ein Dank an alle TeilnehmerInnen für ihre Disziplin! Wir haben kameradschaftliche Zusammengehörigkeit bei einer nicht alltäglichen Schneeschuhwanderung erlebt.

Otto Heinl

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