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Radtour: Auf der Parenzana-Eisenbahntrasse durch Istrien

Sonntag, 1. bis Sonntag, 8.September 2013
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1.Tag, Sonntag, 1.September 2013

Mit Bus nach Muggia (Italien) und mit dem Rad nach Izola (Slowenien).Nach der Fahrt von Wien nach Muggia mit einem bequemen Bus mit Radanhänger stiegen wir 23 TeilnehmerInnen auf unsere Räder um und konnten schon um 15:30 Uhr mit der Besichtigung der Innenstadt beginnen. Anschließend ging es dem Meer entlang, mit Blick nach Triest, bis Koper. Auch hier machten wir eine kurze Stadtrundfahrt per Rad. Am Tito-Platz empfing uns eine Musikkapelle. Weiter auf dem Radweg entlang des Ufers gelangten wir bald nach Izola zum Hotel Kelinka, unserem ersten Quartier. Mit einem gemeinsamen Abendessen in einer nahen Pizzeria endete der erste Tag. Einige TeilnehmerInnen besuchten noch den Hafen von Izola.

Tageskilometer: 31, Fahrzeit: 1 Std. 50 Min.

2.Tag, Montag, 2.September 2013  Von Izola nach Volpija bei Buje

Auf der asphaltierten Parenzana Eisenbahntrasse (PE) fuhren wir durch zwei beleuchtete Tunnel nach Portoroz. Ein Großteil der TeilnehmerInnen radelten weiter nach Piran, wobei eine längere Steigung und anschließend die Abfahrt zu bewältigen war. Nach der Stadtbesichtigung ging es wieder zurück nach Portoroz und gemeinsam radelten wir entlang der Salzfelder bei Secovlje zur kroatischen Grenze. Hier endete der asphaltierte Teil der PE und es begann eine anstrengende Streckenführung bergauf über steinige Feldwege. Vor Savudrija bekam eine Teilnehmerin Kreislaufprobleme und fuhr daher mit einem Taxi gleich direkt zu unserem Tagesziel nach Volpija. Alle anderen kehrten zur Stärkung in einem Fischrestaurant mit Blick auf eine Meereslagune ein. Über eine Route aus einem Mix aus Straße und Feldwegen erreichten wir das familiengeführte Hotel Casa Romantica La Parenzana. Es handelt sich dabei um ein früheres Bauernhaus mit Steinwänden, Holzbalken und offenen Kaminen. Zum Abendessen wurden wir mit feinen Gerichten (Trüffeln) aus Istrien verwöhnt - ein Ort zum Wohlfühlen.

3.Tag, Dienstag, 3.September 3013  Von Volpija nach Porec

Nun begann die “Königsetappe” unserer Radtour. Um diese Strecke besser bewältigen zu können, wurden unsere Satteltaschen mit einem Taxi zum Hotel nach Porec überstellt. Einige TeilnehmerInnen radelten über eine verkürzte Variante nach Porec. Über Stock und Stein ging es zum höchsten Punkt (293 m) auf der PE nach Groznjan. Zuvor mussten wir einen gesperrten Tunnel umgehen und das Rad über einen steilen und steinigen Waldweg schieben. Nach der Besichtigung des Künstlerdorfes mit schönen Ausblicken bis zum Meer führte die Strecke 20 Kilometer lang überwiegend über einsame Feld- und Waldwege, über Viadukte, durch unbeleuchtete Tunnel bergab. Es gab Aufenthalte, die nicht eingeplant waren: sie wurden verursacht durch querende Schafe, einen Reifenschaden und die Erste Hilfeleistung nach dem Sturz einer Teilnehmerin. In einem Landgasthaus in der Ortschaft Livade gönnten wir uns eine wohlverdiente Rast. Weiter radelten wir zuerst mäßig steil bergauf, dann durch einen 220 m langen, kurvigen Tunnel und weiter auf einer 1,5 Kilometer langen Bergstraße mit einer Steigung von 12% nach Motovun. Die Anstrengung hat sich gelohnt. Das mittelalterliche Bergdorf (Trüffelzentrum) mit Blick über Istrien, war Pflicht. Auf der PE ging es weiter bis Vizinada, wo wir ein Modell der Parenzana Lokomotive in Originalgröße besichtigten und den Führerstand erklimmen konnten. Einige Teilnehmerinnen kletterten für ein Foto sogar bis zum Rauchfang. Da wir durch die vielen Besichtigungen und Aufenthalte unter Zeitdruck gekommen waren, entschlossen wir uns, die PE zu verlassen und die restlichen 15 Kilometer auf der Straße bergab direkt nach Porec zu fahren, wo wir in einer Strandbar unseren Durst löschten. Im Hotel Rubin wurden wir mit Sekt empfangen. Nach dem üppigen Abendessen vom Buffet gab es in der Hotelbar noch eine “Nachbesprechung” über die Radtour dieses Tages.

Tageskilometer: 73, Fahrzeit: 5 Std.

4.Tag, Mittwoch 4.September 2013  Ruhetag

Der Mittwoch war ein Tag zum Entspannen. Einige blieben in der Hotelanlage beim Pool oder Strand. Manche fuhren nach Porec zur Besichtigung. Der Leiter mit Begleitung besichtigte mit dem Fahrrad die Strecke Porec-Vrsar, die für den nächsten Tag geplant war. Am Abend spazierten einige TeilnehmerInnen in die Altstadt von Porec und ließen in einer urigen Vinothek den Tag ausklingen.

5.Tag, Donnerstag, 5.September 2013  Von Porec nach Stinjan bei Pula

Ein Reifenschaden, der erst beim Wegfahren entdeckt wurde, verzögerte die Abfahrt um einige Minuten. Auf Radwegen entlang der Porecer-Lagunen und danach auf einer Straße mit Radweg erreichten wir bald Vrsar. Im Hafen warteten bereits zwei gecharterte Boote. Nach dem Einladen der Fahrräder nahmen wir Kurs nach Rovinj. Dadurch ersparten wir uns 30 Kilometer Radfahren. Ein längerer Aufenthalt für den Besuch der Altstadt stand am Programm. Die weitere Radroute Richtung Meer führte zuerst auf einer 15 Kilometer langen, stark befahrenen Straße und danach weitere 5 Kilometer auf einer Nebenstraße, die in eine Schotterstraße überging. Am frühen Abend erreichten wir das Hotel Sport in Stinjan bei Pula.

Tageskilometer: 62, Fahrzeit: 4 Stunden

6.Tag, Freitag, 6.September 2013  Insel Brijuni

Nach dem Frühstück radelten wir in die nächste Ortschaft Fazana. Mit einer Fähre (unsere Gruppe war am Vortag angemeldet worden), erreichten wir nach kurzer Überfahrt die Veli Brijuni Insel und fuhren mit einem Panoramazug mit deutschsprachiger Führung quer durch die Insel. Unter anderem besichtigten wir einen Safaripark, das Tito-Museum und einen Botanischen Garten. Die Führung dauerte 3,5 Stunden. Zurück am Festland gingen einige TeilnehmerInnen noch am Strand von Fazana schwimmen.

Tageskilometer: 9, Fahrzeit: 35 Minuten

7.Tag, Samstag, 7.September 2013  Von Stinjan nach Kamenjak (Süd Kap)

Von Stinjan radelten wir über Pula zur Halbinsel Kamenjak. Die Hauptroute führte nach Premantura, wo die befestigte Straße endete. Auf einem beschilderten Rad-/Fußweg durchquerten wir zuerst einen Saurierpark. Der steinige, schmale Pfad konnte zum Teil nur schiebend bewältigt werden, er führte entlang einiger schönen Buchten zum Kap weiter, wo wir einen umwerfenden Ausblick genossen. In der nahen Safari Bar, mitten in einem Schilfgürtel, machten wir Mittagspause und anschließend lud uns das Kap zu einen Bad im glasklaren blauen Meer ein, wo wir auch Klippenspringer beobachten konnten. Leider verging die Zeit viel zu schnell. Da wir noch Pula besuchen wollten, mussten wir die Rückfahrt antreten. Auf direktem Weg - eine staubige Schotterstraße mit Autoverkehr - radelten wir zur Asphaltstraße nach Premantura zurück. In Pula besichtigten wir das Amphitheater und die Altstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten. Für manche TeilnehmerInnen war dieser Tag der Höhepunkt unserer Radwoche. Gemeinsam feierten wir nach dem Abendessen in der familiengeführten Pension unsere so schöne und gelungene Radtour auf der Parenzana Eisenbahntrasse durch Istrien.

Tageskilometer: 51, Fahrzeit: 3 Std.15 Min

8. Tag, Sonntag, 8.September 2013  Heimfahrt

Pünktlich um 09:00 Uhr traten wir mit dem K&K Bus mit Radanhänger unsere Heimreise an und waren um 18:00 Uhr in Wien.

Statistik:

Gesamtkilometer: 282, Fahrzeit: 18 Std.

Durchschnitt: 15,8 km/h

Auf der Parenzana Eisenbahntrasse fuhren wir durch

7 Tunnels, über 11 Brücken und über 7 Viadukte

Tiefster Punkt: 2 m bei Muggia und höchster Punkt: 293 m nahe Groznjan.

Otto Heinl

 

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